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Vermeide diese Fehler bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Welche Fehler kann man beim Aufsetzen der perfekten BU machen?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehört quasi zum Pflichtprogramm für jeden Bezieher eines Einkommens aus seiner Arbeitskraft. Ausgenommen sind quasi nur Investoren und Privatiers. Man sollte bei einer solche wichtigen Versicherung also darauf achten, dass diese auch sauber und korrekt ausgestaltet ist, damit man im Fall der Fälle nicht im Regen steht.

Fehler 1

Eine zu geringe BU-Rente. In der Regel kannst du maximal 80% deines bisherigen Einkommens bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung absichern. Wir empfehlen, wenn möglich auch diesen Wert auszureizen, denn kleine Renten werden sowieso vom Staat aufgestockt auf das Grundsicherungsniveau. Eine BU-Rente von 500€ kann man dann tatsächlich weglassen, denn die staatliche Leistung gibt es nicht zusätzlich, sondern nur anteilig obendrauf, bis eben die Grundsicherung voll ist.

Berufsunfähigkeitsversicherung passende Rente
Endalter Berufsunfähigkeitsversicherung, vermeide diese Fehler bei deiner BU

Fehler 2

Das Endalter zu gering wählen. Eigentlich gibt es bei einer BU sogar 2 verschiedene Endalter. Einmal das Leistungsendalter, also die Dauer der Rentenzahlung und das Versicherungsendalter, also bis zu welchem Alter man eine Berufsunfähigkeitsrente beantragen kann. Häufig sehen wir hier, dass beide Endalter auf 60 oder 63 Jahre gelegt werden, um die BU für den Mandanten günstiger zu machen. Das stimmt zwar, wirklich geholfen, ist damit aber niemandem.

Das Endalter muss mindestens auf den frühestmöglichen Beginn der gesetzlichen Rente gelegt werden, und der ist mit 60 oder in einigen Fällen 63 Jahren noch gar nicht erreicht. Es besteht also eine Lücke im Cashflow.

Der andere fatale Denkfehler ist, dass mit der Rente dann sowieso alles besser wird, man hat es auf „die rettende Insel“ geschafft. Aber das stimmt nicht, denn wer längere Zeit vor seinem Renteneintritt berufsunfähig war, wird auch automatisch eine geringere Altersvorsorge haben, es ist also noch wesentlich weniger Geld da, als ohnehin schon. 

Wir empfehlen daher immer, die Laufzeit so lange wie möglich zu gestalten. Wie sieht die Situation mit 63 Jahren dann aus, wenn die BU-Rente eingestellt wird und die noch viel geringere Altersrente an diese Stelle rückt? Man sollte an dieser Stelle nicht sparen, das verschiebt die Probleme nur, anstatt sie zu lösen. Wer beim Abschluss einer BU Geld sparen möchte, der ist gut beraten einen umfassenden Marktvergleich aufzustellen (oder durch uns aufstellen zu lassen) und dann den Versicherer auszuwählen, welcher die für den aktuellen Beruf günstigste Risikokalkulation hat.

Kein Kardinalsfehler, aber sehr sinnvoll - Dynamik

Du solltest eine Dynamik im Vertrag einbauen. Die Dynamik verursacht keinen Mehrbeitrag und kann jedes Jahr abgelehnt werden, sorgt aber automatisch für einen Inflationsausgleich bei deiner BU-Rente, denn 30-40 Jahre ist eine lange Laufzeit, die Rente hätte zum Ende hin etwa nur die Hälfte der Kaufkraft.

Fehler 3

Das wichtigste kommt zum Schluss! Eine ehrliche und fehlerfreie Beantwortung der Gesundheitsfragen. 

Ob und in welchem Umfang eine Versicherungsgesellschaft dich annimmt, kommt auf deine Gesundheitshistorie an. Dir werden zu Abschluss einige Fragen gestellt, anhand dieser kann die Versicherung dann einschätzen, ob sie das Risiko mit dir tragen will.

Gibt man bei diesen Fragen nicht die Wahrheit an, so verletzt man die vorvertragliche Anzeigepflicht. Im Leistungsfall überprüft die Versicherung anhand der Krankenakte, ob die getätigten Angaben zu Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung auch korrekt waren. Sollten dort aus Vorsatz oder Unwissenheit falsche Antworten gegeben worden sein, so wird die Gesellschaft in aller Regel die Leistung verweigern.

Du willst ja schließlich auch nicht von einem Vertragspartner angelogen werden und einen Vertrag unter falschen Annahmen abschließen. Aber keine Sorge, es ist recht einfach, diesen Fehler zu umgehen. Wir fordern mit unseren Mandanten immer direkt die Krankenakte an, um keine Fehler zuzulassen.

Das Perfide ist tatsächlich auch, dass du selber eine Krankheit oder einen Arztbesuch als gar nicht so schlimm empfunden hast, dieser aber einfach viel zu hoch eskaliert hat und diese Diagnosen dann in die Krankenakte eingetragen hat.

Ärzte müssen eskalierend behandeln

Geht man öfters zum Arzt wegen "Unwohlsein" so wird das erste Mal nichts geschehen, die nächsten Male aber muss der Arzt eskalierend behandeln, da sich der Zustand nicht verbessert. Schnell steht dort "Depressive Episode" oder dergleichen, obwohl man das selbst nicht so wahrgenommen hat.

Fazit

Auf die abstrakte Verweisung sollte dein BU-Tarif in jedem Falle verzichten! Wir schlagen unseren Mandanten grundsätzlich nur solche vor, die einen Verzicht ausdrücklich erklären.

Auf die konkrete Verweisung verzichtet kein Versicherer, spätestens in der Nachprüfung verweisen alle Versicherer konkret, auch wenn es natürlich zum Vorteil der versicherten Person wäre, darauf zu verzichten.

Dadurch, dass die Lebensumstände und vor allem der Punkt soziale Anerkennung nicht eindeutig definiert sind bzw. eine konkrete Verweisung häufig auch eine Einzelfallentscheidung ist, verweisen wir hier auf die Einkommensgrenze von 80% des alten Berufes, dann gibt es nämlich gar keine Diskussionen.

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Till Freudenreich

Till Freudenreich

Unabhängiger Finanzberater und Experte für Altersvorsorge

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