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Rentenversicherungspflicht für Selbstständige

Das erwartet dich hier

Wie sieht der Koalitionsvertrag der Ampelregierung in Bezug auf Rentenversicherung für Selbstständige aus?

Wie sieht eine Pflicht zur Rentenversicherung konkret aus?

Auf wen trifft die Pflicht konkret zu?

Wie erfülle ich als Selbstständiger die Versicherungspflicht?

Das wichtigste in Kürze

  • Noch kein konkreter Entwurf
  • Rürup-Rente/Basisrente erfüllt als einziges Produkt alle Auflagen
  • Rentenversicherungspflicht hat zum Auftrag, die vielen drohende Altersarmut zu bekämpfen
  • Rentenversicherungspflicht wird wohl diese Legislaturperiode kommen (2021-2025)

Rentenversicherungspflicht laut dem Koalitionsvertrag

Werfen wir doch zunächst einmal einen Blick in den Koalitionsvertrag. Auf Seite 75 finden wir dann folgenden Auszug:

Den Koalitionsvertrag kann man sich hier noch einmal anschauen.

Auszug aus dem Koalitionsvertrag. Rentenversicherungspflicht für Selbstständige
Auszug aus dem Koalitionsvertrag. Rentenversicherungspflicht für Selbstständige

Hier steht zunächst ersteinmal, dass alle neuen Selbstständigen einer Rentenversicherungspflicht unterliegen. Das würde bedeuten, dass ab einem noch nicht bekannten Datum spätestens 2 Jahre nach der Gründung/Beginn der Selbstständigkeit entweder 18,6% des Einkommens in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden muss oder eine private Vorsorge vorgewiesen werden kann.

                   Die private Rentenversicherung muss für Selbstständige folgendes erfüllen:

      • Insolvenz- und pfändungssicher sein
      • Eine Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus liefern

 

Ein ETF-Sparplan wäre also keine Möglichkeit, da dieser nicht pfändungssicher ist. Eine Rürup-Rente mit 25€ Monatsbeitrag ist auch nicht möglich, da hier keine Absicherung über dem Grundsicherungsniveau gewährleistet ist. Ob die Politik hier noch ein neues Produkt fördert oder entwickelt ist derzeit nicht bekannt.

Ausführliches Review zur Basisrente

Lies dir hier unsere tiefergreifende Analyse zur Basisrente durch. Mit Kostenauswertung.

Wie sieht die Rentenversicherungspflicht konkret aus?

Stand Januar 2022 gibt es noch keinen konkreten Entwurf für die Rentenversicherungspflicht. Bekannt ist, dass die Selbstständigen entweder in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen oder aber mit einem „unbürokratischen opt-out-Verfahren“ eine private Vorsorge nachweisen können.

Momentan wäre nur die sogenannte Rürup-Rente dafür geeignet.

Ein mögliches Vorgehen wäre, dass neben der Steuerzahlung dann eine Zahlung an die Rentenversicherung fällig wird, aufgrund der Einnahmen des vergangenen Jahres.

Auf wen trifft die Pflicht zur Rentenversicherung konkret zu?

Aktuell

Derzeit sind dies folgende Berufe:

  • Handwerker und Hausgewerbetreibende;
  • Lehrer, Hebammen, Erzieher und in der Pflege Beschäftigte;
  • Künstler und Publizisten;
  • Selbstständige mit einem Auftraggeber;
  • Seelotsen sowie Küstenschiffer und -fischer
  • bestimmte weitere Selbstständige.

 

Bei Einführung der Rentenversicherungspflicht

Jeder Selbstständige mit 2 Jahren Karenzzeit nach Gründung und unter 45 Jahre alt ist. Dabei sollte bei der eigenen Liquiditätsplanung zunächst davon ausgegangen werden, dass auch eine selbstständige Nebentätigkeit der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegt. Genauer kann dies hier nachgelesen werden. Unter Umständen kann man sich im Nebengewerbe davon befreien lassen, hier hilft die Beratungsstelle der gesetzlichen Rentenversicherung.

Am besten Nettopolicen!

Bei Nettopolicen vermeidet man Extrakosten bei den zusätzlichen Einzahlungen. Eine Basisrente ist dann optimal genutzt, wenn der Unternehmer am Ende des Jahres überschüssigen Gewinn in die Basisrente zahlt, um die Steuerlast zu senken.

Wie erfülle ich die Rentenversicherungspflicht als Selbstständiger?

Wie wir oben schon behandelt haben, reicht ein ETF-Sparplan nicht aus. Aktien, wenn auf dem privaten Depot gelagert, sind nicht pfändungssicher. Diese Pfändungssicherheit ist aber eine Voraussetzung für die Vorsorge, die Selbstständige treffen müssen. So wird sichergestellt, dass trotz eventueller Insolvenz des Unternehmers die Grundsicherung im Alter vorhanden ist.

Pfändungssichere Produkte sind derzeit Riester- und Rürup-Rente. Die Riester-Rente kann man allerdings nur als Angestellter besparen, also bleibt dem Selbstständigen nur die Rürup-Rente.

So schlimm wie das vielleicht erstmal anhört, ist es letztendlich gar nicht. Mittlerweile gibt es starke Rürup-Renten. Zudem kann ich als Unternehmer die Beiträge in die Rürup-Rente von der Steuer absetzen. Dann sorge ich damit doch lieber fürs Alter vor, anstatt mehr Steuern zu zahlen.

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Till Freudenreich

Till Freudenreich

Unabhängiger Finanzberater und Experte für Altersvorsorge

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